Nichts ist beständiger als die Veränderung

Über den Beginn einer Reise

Kennt ihr das Gefühl des kaputt seins? Ich meine nicht nur das körperliche, wohlige kaputt sein nach einem aktiven Tag, ich meine das ganzheitliche kaputt sein, das nicht mehr können – physisch und mental. 

Alles in deinem Körper sehnt sich nach einer einsamen Insel und einer Hängematte. Einfach mal aussteigen, ausmachen, nicht mehr müssen, nicht mehr wollen, einfach sein. Ohne Ziel, ohne Plan. Klingt natürlich einfacher als gesagt. In diesem Wunsch stecken bei genauem Hinsehen mehrere Hürden, die für jeden von uns das Unterfangen „Insel und Hängematte ohne Plan“ zu einer herausfordernden Reise machen. Doch wie sagte André Gide schon, „man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.“

Bei mir war der Impuls groß genug, um das Abenteuer anzugehen und mich in einen Kontext zu begeben, den ich vorher noch nie gewählt hatte – ein Yoga und Ocean Retreat in Portugal war Synonym für meine „Insel mit Hängematte“. Einfach nur Sein und Folgen, ohne eigenen Plan – für 6 Tage. Wunderbar.

Was ich nicht erwartet hatte, war die transformierende Energie der 6 Tage Retreat, die einfühlsamen, inspirierenden drei Menschen, die dieser Reise den besonderen Rahmen gegeben haben und die besonderen Menschen, mit denen ich diese Reise erleben durfte. Wer von euch John Strelecky’s „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ gelesen hat, kann meine Geschichte in Teilen nachvollziehen. Die Parallelen zwischen den Protagonisten, meinen Mentoren und mir habe ich erst nach meiner Portugalreise entdeckt. Ich kann nun mit Fug und Recht behaupten, mein ganz persönliches Café am Rande der Welt entdeckt zu haben und für diesen wertvollen Schatz bin ich unglaublich dankbar.

Als wir zum Ende des Retreats unsere Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse mit allen teilen durften, überwog bei mir die Erkenntnis, dass die 6 Tage lediglich der Anfang einer abenteuerlichen Reise sind – einer Reise zu mir selbst. Einer Reise die sehr viele Fragen aufwirft – Fragen, denen in unserer Gesellschaft wenig Beachtung geschenkt wird. Fragen, die manche Dinge erst einmal komplizierter machen, die einen gewissen Mut brauchen, sich ihnen zu stellen. Fragen, die ganz individueller Natur sein können und Fragen, die uns als Gesellschaft, gar als Menschheit betreffen.

6 Tage werfen dabei ein kleines Licht auf die Welt der Möglichkeiten, die sich auftun, wenn wir uns auf den Weg machen, auf die Reise. Wie ein Schlüsselloch, durch das das Licht der anderen Seite durchschimmert und wir neugierig einen Blick erhaschen, auf die uns unbekannte Welt dahinter. Ich habe die Tür in den vergangenen Wochen einen Spalt geöffnet und werde sie nicht wieder verschließen – ein Zurück ist für mich keine Option mehr. Wohin die Reise führt, ob und welche Antworten ich auf so viele Fragen finden werde, weiß ich noch nicht. Eine Freundin hat mal gesagt, „die Kunst ist es, Unsicherheiten auszuhalten, dann wird sich der Weg irgendwann wie von selbst offenbaren“. Keine leichte Aufgabe, aber um es mit den Worten aus dem Café am Rande der Welt zu beschreiben, du kannst entweder voller Vertrauen leben oder in Angst. Beides zusammen geht nicht.

Nach meiner Rückkehr aus Portugal, habe ich direkt den Coworkingspace umgestaltet – mehr Gemütlichkeit, mehr Raum und mehr Persönlichkeit. Ihr seid herzlich und jederzeit eingeladen, vorbei zu schauen. Vielleicht findet sich ja auch der ein oder andere Reisebegleiter – Erlebnisse und Erfahrungen zu teilen, soll inspirierend wirken – für alle Beteiligten 😉

Ich freu mich auf euch, eure Jessi

Vielen Dank für 6 unvergessliche Tage an Jana Töpfer von Ocean & Yoga, an Nelson und Luis von Algarve Adventure für besondere Surfmomente, an Nina Sonnenberg als Reiseplanerin mit dem besonderen Gespür und all die Menschen, die Ihren Teil zu dem Beginn meiner Reise beigetragen haben. 

 

 

 

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